Die „grünalternativen“ Kulturhighlights im Central

Am 25.01.2012 gab es eine Lesung im Central, torsun las aus seinem Krankenblatt. Eben jener torsun, Frontmann der antideutshen Elektrodödel egotronic, mischt sich in die derzeit sehr aufregende Debatte um den „Antisemitismus“ in Günter Grass Gedicht ein und schreibt dazu folgendes:

Gedicht für Günter Waffen-SS Grass

Sag was machen denn nur diese Leute
aus der Waffen-SS eigentlich heute
Sie gehn per Gedicht
mit Israel ins Gericht
Allen Deutschen ja stehts eine Freude

Früher hieß der Befehl Juden Vernichten
Heut versucht es der Grass mit Gedichten
Produziert er Content
nach dem Trend in Moment
Leider hatte Grass nie einen Lichten

doch ist er nur verwirrt? what a mess
Nein es ist nicht Demenz oder Stress
Er schreibt diesen Stuss
durchaus bewusst
Nicht Grundlos war er bei der SS

Eine Frage stellt sich irgendwann
Was tun mit dem dummen alten Mann?
Ich stell sie mir voll Hass
auf den Alt-Nazi Grass
Mit nem Knieschuss ists hier nicht getan

Einen Schuss forderte alter Tor ich?
Eine Kugel ins Hirn? metaphorisch?
Hör den Aufschrei “ STOP HALT!“
Du rufst auf zur Gewalt
Doch ich schoss auf ihn hier nur rhetorisch

BÄM! Grass halt´s Maul!

Kritik an ‚Gewaltaufrufen‘ im Schutz der Kunstfreiheit gibt es aus den Reihen der „grünalternativen“ Avantgarde daran aber nur, wenn man den Namen ‚Grass‘ durch ‚Jany‘ ersetzt, dann auch bei einem rhetorischen Schuß – wegen des Reims- ins Knie. Janys Gesicht in Mitten einer Horde SS-ler abzubilden, so wie torsun es mit Grass macht, habe ich mir erspart. Die Gnade der späten Geburt.